Il porto di notte – Der Hafen bei Nacht

Giorgia Testa
Moderne Lektüre + Frank-Lesemethode A1-A2

Preisspanne: 7,99 € bis 19,99 €

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Seitenanzahl: 128
Buchformat: 14,5 x 21,0 cm

Von Mitternacht bis sechs sollte nichts passieren. Der Hafen von Trapani hat andere Pläne.
Nach dreißig Jahren bei der Post verliert Pietro Ferrara seine Stelle und beginnt als Nachtwächter im Hafen von Trapani. Der Auftrag klingt denkbar langweilig: Boote kontrollieren, über die Molen gehen und stündlich „Situation regulär“ in das Dienstbuch schreiben. Doch schon in der ersten Nacht findet Pietro einen Schlafwandler im Pyjama zwischen zwei Booten – und entdeckt, dass der Hafen nach Mitternacht ein eigenes Leben führt.
Es folgen vermeintliche Kokosschmuggler, ein verliebtes Ehepaar, ein Saxofonist am dunklen Wasser, ein Performancekünstler mit Doppelbett und der orangefarbene Kater Generale, der besser fischt als die Menschen. Während einer Sturmnacht wird Pietro zum Retter der Boote und zum wichtigen Teil einer Gemeinschaft. Zehn verbundene Episoden mit trockenem Humor, sizilianischer Atmosphäre und herrlich sachlichen Dienstbucheinträgen. Klares Italienisch und die Frank-Lesemethode machen diese warmherzige Geschichte besonders zugänglich.

«00:05 (00:05 Uhr) — Inizio turno (Schichtbeginn; turnom — Reihe, Schicht). Porto vuoto (leerer Hafen). Nessun movimento (keine Bewegung). Previsione (Vorhersage): sei ore di silenzio assoluto (sechs Stunden völliger Stille).»

— Dal diario di servizio di Pietro Ferrara (aus dem Diensttagebuch von Pietro Ferrara), guardia notturna (Nachtwächter; guardiaf — Wache, Wachmann; /auch bei einem Mann weiblich/)

Pietro Ferrara ha cinquantacinque anni (Pietro Ferrara ist fünfundfünfzig Jahre alt: „hat fünfundfünfzig Jahre“), i capelli grigi tagliati corti (kurz geschnittenes graues Haar; tagliare — schneiden) e una faccia (und ein Gesicht) che sembra sempre un po‘ annoiata (das immer ein wenig gelangweilt wirkt; annoiarsi — sich langweilen). Per trent’anni (dreißig Jahre lang) ha lavorato come impiegato alle Poste di Trapani (/er/ hat als Angestellter bei der Post in Trapani gearbeitet; impiegare — beschäftigen, anstellen). Timbrava documenti (/er/ stempelte Dokumente), contava francobolli (zählte Briefmarken; franco — gebührenfrei, freigemacht; bollom — Stempel, Stempelabdruck) e rispondeva alle stesse domande ogni giorno (und beantwortete jeden Tag dieselben Fragen: „antwortete jeden Tag auf dieselben Fragen“). Poi le Poste hanno chiuso l’ufficio (dann hat die Post die Filiale geschlossen; chiudere) e Pietro ha perso il lavoro (und Pietro hat seine Arbeit verloren; perdere).

«00:05 — Inizio turno. Porto vuoto. Nessun movimento. Previsione: sei ore di silenzio assoluto.»

— Dal diario di servizio di Pietro Ferrara, guardia notturna

Pietro Ferrara ha cinquantacinque anni, i capelli grigi tagliati corti e una faccia che sembra sempre un po‘ annoiata. Per trent’anni ha lavorato come impiegato alle Poste di Trapani. Timbrava documenti, contava francobolli e rispondeva alle stesse domande ogni giorno. Poi le Poste hanno chiuso l’ufficio e Pietro ha perso il lavoro.

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