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Lesemethode von Ilya Frank

Fremdsprachen durch Spaß am Lesen lernen, auffrischen und perfektionieren.

Spaß am Lesen im Original – und das schon als Anfänger ab Lernniveau A1-A2.

Es bereitet keine Mühe, um im Original zu lesen und kein Wörterbuch ist notwendig, um jedes Wort genau zu verstehen. Nebenbei erlernt man den Wortschatz und wiederholt / verbessert die Grammatik.

Dank der integrierten Hörbücher wird auch das Hörverständnis trainiert.

Lesemethode von Ilya Frank

Es handelt sich um eine einzigartige Methode, die seit 20 Jahren in Russland sehr erfolgreich ist. Ilya Frank, Germanist und Polyglotte aus Moskau, hat die Methode entwickelt. Unter seiner Leitung wurden bereits über 415 Bücher auf 63 Sprachen (davon 150 Bücher auf Englisch) für Russischsprechende aufbereitet. Es gibt regelmäßig neue Druckauflagen und auch E-Books sind Teil des Angebots. Im russischsprachigen Raum gibt es eine sehr große Anzahl an begeisterten Anwendern, die jetzt dank dieser Methode ohne Hilfe im Original lesen können.

 

Extensives Lesen

Die Methode folgt dem Konzept des extensiven Lesens (Extensive Reading), dessen Vorteile bereits erwiesen sind. Die Methode geht aber noch viel weiter. Es werden Originalwerke aus der Weltliteratur gelesen, die zwar nicht gekürzt oder vereinfacht wurden, aber mit Kommentaren und einer speziellen Übersetzung versehen sind.

Die Leserinnen sollen jedes Wort genau verstehen. Dafür werden die Sätze in kleinere Teile mit jeweils einer Übersetzung aufgeteilt. Wenn die literarische Übersetzung dieser Aufgabe nicht gerecht wird (die genaue Bedeutung jedes Wortes nicht erfasst werden kann, weil die literarische Übersetzung sich zu sehr vom Original unterscheidet), wird eine wörtliche Übersetzung hinzugefügt. Diese kann sich auf einen ganzen Satzteil oder nur auf eine kleine Wortgruppe beziehen.

Zusätzlich zu der Übersetzung werden noch Kommentare hinzugefügt, wo notwendig. Diese geben die Originalformen der Verben an, liefern eine Transkription für schwere Vokabeln, sowie Erklärungen zur Bedeutung einzelner Wörter oder Wortgruppen. Derartige Erklärungen sind notwendig, wenn das Wort nicht in seiner Hauptbedeutung im Satz verwendet wird. In diesem Fall wird das Wort in den Kommentaren mit seiner Nebenbedeutung (im Satz) und Hauptbedeutung(en) extra angegeben.

Somit können die Leserinnen ihren Wortschatz effizient erweitern und auch wiederholen. Bei regelmäßigem Lesen entsteht somit ein Bild von der Bedeutung und den Facetten eines jeden Wortes im Lerngedächtnis – etwas, das man mit einfachem Vokabelpauken nie erreichen kann. Und das auch noch ohne jede Mühe.

Der Text des Originalwerkes wird in Absätze aufgeteilt. Zuerst kommt ein Absatz mit integrierter Übersetzung und Kommentaren. Direkt danach derselbe Text in seiner Originalform. Somit entsteht das Gefühl, tatsächlich im Original zu lesen, dabei aber Besonderheiten der Sprache und des Werkes genau erfassen zu können. Dieses Gefühl ist sehr wichtig, um später das Original einfach und ohne jegliche Unterstützung lesen zu können. Zuerst muss man allerdings regelmäßig die nach der Lesemethode aufbereiteten Bücher lesen, um den nötigen Wortschatz aufzubauen.

Zum Beispiel: Wer 2 Stunden täglich liest, erweitert den eigenen Wortschatz um ca. 1.000 Wörter monatlich. 10.000 Wörter genügen in der Regel für ein entspanntes und einfaches Lesen im Original. Somit kann man nach 6-12 Monaten (je nach Ausgangsniveau und Intensivität des Lesens) schon die Originalbücher lesen.

 

Vorteile der Methode

Effiziente und mühelose Erweiterung des Wortschatzes – dank den detaillierten Kommentaren ist jedes Wort genau verständlich und kein Wörterbuch notwendig. Durch regelmäßiges Lesen bleiben die Wörter im Gedächtnis, ohne dass Vokabeln gepaukt werden müssen. Die Wörter bleiben dazu mit ihrer unterschiedlichen Bedeutung und ihren Verwendungsweisen im Gedächtnis haften.

Man lernt, Literatur im Original zu lesen und diese auch genau zu verstehen. Ein professioneller Übersetzer steht einem wie ein Coach zur Seite und unterstützt einen beim Verständnis des Originaltextes. Nebenbei erlangt man viele wertvolle Erkenntnisse über die Besonderheiten der Sprache. Mit der Zeit lernt man die verschiedenen Konstruktionen der Literatursprache kennen.

Die Methode eignet sich auch perfekt für Wiedereinsteiger. Diese sind bereits mit den Grundlagen der Sprache vertraut, haben aber den Wortschatz fast vergessen. Dank regelmäßigen Lesens kommt der Wortschatz schnell wieder zurück und kann noch weiter verbessert werden.

Grammatik wiederholen und verbessern. Dank der ständigen Wiederholungen bleiben die Grammatikregeln für immer im Gedächtnis.

Wie geht das?

I had called upon my friend, Mr. Sherlock Holmes (ich hatte bei meinem Freund, Mister Sherlock Holmes, vorgesprochen: «appelliert»), one day in the autumn of last year (eines Tages im Herbst letzten Jahres; autumn [‘ɔːtəm]) and found him in deep conversation (und ihn in tiefem Gespräch vorgefunden; conversation [ˌkɒnvə’seɪʃən]) with a very stout, florid-faced, elderly gentleman (mit einem äußerst stämmigen, rotgesichtigen, älteren Gentleman; stout [staʊt]; florid [‘flɒrɪd] — schwülstig, gerötet) with fiery red hair (mit feuerrotem Haar; fiery [‘faɪərɪ]). With an apology for my intrusion (mit einer Entschuldigung für mein Eindringen = mich für mein Eindringen entschuldigend; apology [ə‘pɒlədʒɪ]; intrusion [ɪn‘truːʒən]), I was about to withdraw (wollte ich mich /soeben/ zurückziehen; to be about to — dabei sein etwas zu tun, etwas tun wollen; withdraw [wɪð‘drɔː]), when Holmes pulled me abruptly into the room (als Holmes mich abrupt in den Raum zog; abruptly [ə‘brʌptlɪ]) and closed the door behind me (und die Türe hinter mir schloss).

I had called upon my friend, Mr. Sherlock Holmes, one day in the autumn of last year and found him in deep conversation with a very stout, florid-faced, elderly gentleman with fiery red hair. With an apology for my intrusion, I was about to withdraw, when Holmes pulled me abruptly into the room and closed the door behind me.

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Dopo tant’anni, di ritorno al suo triste paese in cima al colle (nach so vielen Jahren, zurückgekehrt in sein trauriges Dorf oben auf dem Hügel; ritornom — Heimkehr; di ritorno — heimgekehrt, zurückgekehrt; cimaf — Gipfel, in cima a — oben auf; collem — Hügel), Paolo Marra capí che la rovina del padre (verstand Paolo Marra, dass das Unglück des Vaters; rovinaf — Ruine, Verderben) doveva esser cominciata proprio nel momento (genau in dem Moment begonnen haben musste: “musste sein begonnen“), che s’era messo a costruire la casa per sé (als er begonnen hatte, das Haus für sich zu bauen; mettersi a — beginnen zu), dopo averne costruite tante per gli altri (nachdem er so viele für die anderen gebaut hatte: “nach haben davon gebaut“).

Dopo tant’anni, di ritorno al suo triste paese in cima al colle, Paolo Marra capí che la rovina del padre doveva esser cominciata proprio nel momento che s’era messo a costruire la casa per sé, dopo averne costruite tante per gli altri.

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Hace mucho tiempo que tenía ganas de escribir (seit langer Zeit hatte ich Lust zu schreiben; tener — haben) cualquier cosa con este título (irgendetwas mit diesem Titel).

Hoy, que se me ha presentado ocasión (heute, wo sich mir /eine/ Gelegenheit geboten hat; presentar — zeigen; vorstellen), lo he puesto con letras grandes (das habe ich in großen Buchstaben gesetzt = habe ich es in Großbuchstaben gesetzt; poner — setzen; stellen; legen) en la primera cuartilla de papel (auf das erste Blatt: «auf das erste Viertelpapier»; cuartom — Viertel), y luego he dejado a capricho volar la pluma (und dann habe ich nach Belieben die Feder fliegen lassen; dejar — lassen; caprichom — Laune).

Hace mucho tiempo que tenía ganas de escribir cualquier cosa con este título.

Hoy, que se me ha presentado ocasión, lo he puesto con letras grandes en la primera cuartilla de papel, y luego he dejado a capricho volar la pluma.

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L‘étrange voyage (die seltsame Reise)! Il avait si bien commencé cependant (sie hatte doch so gut begonnen; commencer — beginnen; cependant — jedoch, dennoch)! Pour ma part (für meinen Teil), je n‘en fis jamais (habe ich mich nie auf eine begeben: “machte ich nie eine davon”; en faire — /hier: eine Reise/ machen; “en” ersetzt das vorher genannte Wort “Reise”) qui s‘annonçât sous de plus heureux auspices (die sich verheißungsvoller: “unter glücklicheren Vorzeichen” ankündigte; s’annoncer — sich ankündigen, versprechen; ça s‘annonce bien — das sieht gut aus; ça s‘annonce plutôt mal — das sieht ziemlich schlecht aus; auspicem — Vorzeichen). La Provence est un transatlantique rapide, confortable (die “Provence” ist ein schneller und komfortabler Ozeandampfer; transatlantique — transatlantisch; /bateau/ transatlantiquem — Ozeandampfer; rapide — schnell, geschwind), commandé par le plus affable des hommes (befehligt von dem liebenswürdigsten Menschen: “befehligt von dem liebenswürdigsten der Menschen”; affable — freundlich, nett, liebenswürdig). La société la plus choisie (die erlesenste Gesellschaft; choisir — auswählen, auslesen) s‘y trouvait réunie (versammelte sich dort: “befand sich dort versammelt”; y — dort; se trouver — sich befinden; réunir — versammeln, verbinden; sich treffen; réuni — versammelt).

L’étrange voyage! Il avait si bien commencé cependant! Pour ma part, je n’en fis jamais qui s’annonçât sous de plus heureux auspices. La Provence est un transatlantique rapide, confortable, commandé par le plus affable des hommes. La société la plus choisie s‘y trouvait réunie.

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Это бы́ло 6-7 лет тому́ наза́д (das war vor 6-7 Jahren; год – Jahr; го́ды – die Jahre; лет – der Jahre /Gen./), когда́ я жил в одно́м из уе́здов Той губе́рнии (als ich in einem der Ujesde /Verwaltungseinheit im Russischen Kaiserreich/ der T-Provinz lebte; когда́ – wann; wenn; als; губе́рния – Provinz /höchste Verwaltungseinheit im Russischen Kaiserreich/), в име́нии поме́щика Белоку́рова (auf dem Anwesen des Grundbesitzers Belokurow; име́ние – Anwesen, Gut; име́ть – haben; поме́щик – Grundbesitzer, Gutsherr; поме́стье – Gutshof; помести́ть – unterbringen; platzieren), молодо́го челове́ка (eines jungen Menschen = Mannes), кото́рый встава́л о́чень ра́но (der sehr früh aufstand), ходи́л в поддёвке (eine poddewka /russische Oberbekleidung Ende 19. Jhd. – Anfang 20. Jhd./ trug: “in einer poddewka ging“), по вечера́м пил пи́во (abends Bier trank; ве́чер – Abend; вечера́ – Abende) и всё жа́ловался мне (und sich alles = ständig bei mir beklagte; жа́ловаться – sich beklagen; жа́лоба – Klage, Beschwerde), что он нигде́ и ни в ком не встреча́ет сочу́вствия (dass er nirgends und in niemandem auf Mitgefühl trifft; чу́вство – das Gefühl).

Он жил в саду́ во фли́геле (er wohnte im Garten im Flügel; жить – leben; wohnen), а я в ста́ром ба́рском до́ме (während ich in einem alten Herrenhaus; ба́рский – Herren-; ба́рин – der Herr), в грома́дной за́ле с коло́ннами (in einem riesigen Saal mit Säulen; за́ла /va./ – Saal, Halle), где не́ было никако́й ме́бели (wo es keinerlei Möbel gab; никако́й – unmöglich; keinerlei, kein), кро́ме широ́кого дива́на (außer einem breiten Sofa), на кото́ром я спал (auf dem ich schlief), да ещё стола́ (und noch einem Tisch), на кото́ром я раскла́дывал пасья́нс (auf dem ich Solitär spielte: “ausbreitete /die Spielkarten/“).

Это было 6-7 лет тому назад, когда я жил в одном из уездов Т-ой губернии, в имении помещика Белокурова, молодого человека, который вставал очень рано, ходил в поддёвке, по вечерам пил пиво и всё жаловался мне, что он нигде и ни в ком не встречает сочувствия.

Он жил в саду во флигеле, а я в старом барском доме, в громадной зале с колоннами, где не было никакой мебели, кроме широкого дивана, на котором я спал, да ещё стола, на котором я раскладывал пасьянс.

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